Waldbesitzer fordern von Özdemir zügige Freigabe der bereitgestellten Fördergelder

Eine zügige Freigabe der bereitgestellten Fördergelder für Klimaschutz- und Biodiversitätsleistungen im Wald haben die "Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) - Die Waldeigentümer" und die Familienbetriebe Land und Forst gefordert. Sie seien dankbar für die im Mai von Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir angekündigte Unterstützung des heimischen Waldes mit 900 Mio Euro in dieser Legislaturperiode, erklärten AGDW-Präsident Prof. Andreas Bitter und der Bundesvorsitzende der Familienbetriebe Land und Forst, Max von Elverfeldt, heute in einem offenen Brief an Özdemir.
Angesichts der immensen Aufwendungen, die in den kommenden Jahren für die nachhaltige Waldgestaltung notwendig werden, werten Bitter und von Elverfeldt die Förderung als einen ersten Schritt in die richtige Richtung. Es sei aber "essenziell, dass den vielversprechenden Worten jetzt schnell die zugesagten Mittel folgen". Der Wald habe keine Zeit mehr, auf die so dringend nötige Unterstützung zu warten. Allein zwischen 2018 und 2021 seien klimabedingte Schäden in Höhe von 15 Mrd Euro entstanden.

Schnelles Handeln sei geboten, zumal die politischen Voraussetzungen dafür erfüllt seien, unterstrichen die beiden Vertreter der Waldbesitzer. Der Koalitionsvertrag habe den Auftrag formuliert, die Klimaschutzleistung des Waldes zu honorieren. Ferner seien die Gelder dafür im Bundeshaushalt eingestellt. Und auch die Agrarminister der Länder sprächen sich einhellig für die Honorierung aus. Von der Wissenschaft bis zur breiten Öffentlichkeit seien sich alle einig: Die nachhaltige Bewirtschaftung und der Waldumbau müssten unterstützt werden, damit der Wald effektiv bei der Bekämpfung der Klimakrise helfen könne.

Özdemir habe es "in der Hand, den Klimaschützer Wald dauerhaft zu stärken und den engagierten Menschen in der nachhaltigen Waldwirtschaft als Partnerinnen und Partner im Kampf gegen den Klimawandel zu helfen", so Bitter und von Elverfeldt. Die budgetierten, nicht übertragbaren Gelder für dieses Jahr dürften auf keinen Fall verfallen und müssten jetzt in die nachhaltige Waldgestaltung, die Pflege und den Schutz fließen. Sie müssten jetzt dort ankommen, wo sie dem Klima dienten. AgE


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