Rukwied pocht auf Priorisierung der Landwirtschaft bei der Gasversorgung

Der Landesbauernverband in Baden-Württemberg (LBV) pocht auf eine Priorisierung der Landwirtschaft bei der Gas- und damit der Düngemittelversorgung. "Andernfalls muss bei der Ernte 2023 mit Ertragsausfällen gerechnet werden", warnte LBV-Präsident Joachim Rukwied heute anlässlich des G7-Agrarministertreffens in Stuttgart. Notwendig sei außerdem eine flexible Handhabung der Fruchtfolgen.
Von Brüssel und Berlin erwartet Rukwied konkrete Vorschläge zur Verringerung der Versorgungsengpässe. Aktuell sei die entscheidende Frage für die Ernährungssicherung, wie bei der Düngemittelknappheit die Ernte 2023 auf den Weg gebracht werden könne. Ohne eine Absicherung der Düngerversorgung werde sich die Ernährungskrise in Nordafrika, dem Mittleren Osten und Asien weiter verschärfen, zeigte sich Rukwied überzeugt.

Der LBV-Präsident sieht Deutschland und die EU als agrarische Gunststandorte und als große Getreideexporteure in einer globalen Mitverantwortung für die weltweite Versorgung mit Nahrungsmitteln. "Unsere Bäuerinnen und Bauern sind bereit, ihren Beitrag zu leisten, um Versorgungsengpässe an Lebensmitteln in anderen Teilen der Erde zu reduzieren", so Rukwied. Dazu schöpften die Landwirte alle vorhandenen Ressourcen aus, wie etwa Wirtschaftsdünger. Allerdings reiche bei rückläufigen Tierzahlen der natürliche Dünger nicht annähernd aus, um die Pflanzen bedarfsgerecht zu ernähren. Eine ausreichende Versorgung der Kulturen mit Nährstoffen sei aber essenziell für gute Ernten und die Qualität der Nahrungsmittel. AgE


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