Weniger als jede zehnte Buche und Eiche in Rheinland-Pfalz gesund

Auch in Rheinland-Pfalz steht der Wald anhaltend unter Druck. Das geht aus dem Waldzustandsbericht 2021 hervor, den die neue Umweltministerin Katrin Eder heute vorgestellt hat. "Diese Daten sind ein Hilferuf der Wälder für mehr Klimaschutz", erklärte die Grünen-Politikerin. Der aktuelle Waldzustandsbericht zeige erneut, wie die Bäume unter den Auswirkungen der Klimaerhitzung und unter Luftschadstoffen litten. Es müsse jeden betroffen machen, dass nur 8 % der Buchen und 7 % der Eichen als gesund gälten, dabei seien dies die von Natur aus häufigsten Baumarten in Rheinland-Pfalz.

Insgesamt sind laut dem Waldzustandsbericht 82 % der Bäume in den rheinland-pfälzischen Wäldern geschädigt. 2017, also vor den Dürrejahren, lag der Anteil bei 73 %. Stark angestiegen ist der Anteil der deutlich geschädigten sowie der stark geschädigten und abgestorbenen Bäume. Leichte Verbesserungen des Kronenzustands wurden nur bei der Kiefer festgestellt. Die Fichte leidet hingegen weiter unter dem Borkenkäfer. Gemäß dem Bericht ist der Anteil der aus dem Monitoring ausgeschiedenen Fichten mit 11 % das dritte Jahr in Folge überdurchschnittlich hoch ausgefallen.

Extrem belastet werden die Wälder in Rheinland-Pfalz nach Angaben des Umweltministeriums durch den Klimawandel, insbesondere steigende Temperaturen und Extremwetterereignisse machten den Bäumen zu schaffen. Obwohl 2021 wieder mehr Niederschläge gefallen seien, hätten sich viele Bäume nicht von den vorangegangenen Dürrejahren erholt. Im Zeitraum 2018 bis 2020 sei das langjährige Mittel pro Quadratmeter um mehr als 250 l unterschritten worden.

Auch der Borkenkäfer trägt dem Ministerium zufolge nach wie vor zu den hohen Zahlen an geschwächten und toten Bäumen bei. "Wir müssen dem Wald eine Entwicklung ermöglichen, mit der er sich an den Klimawandel anpassen kann", so Eder. Mit der naturnahen Waldbewirtschaftung mit laubbaumreichen Mischwäldern sei Rheinland-Pfalz dabei auf einem guten Weg. Die Wälder würden gezielt um fehlende Baumarten ergänzt und der Wald mit all seinen überlebenswichtigen Funktionen gestärkt. AgE


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