Schwein und Ölsaaten

Ein anhaltendes Lebendangebot auf niedrigem Niveau reicht nicht aus, den Angebotsdruck beim Fleisch im EU-Binnenmarkt zu mindern. Der reduzierte China-Export Spaniens, Dänemarks und Hollands führen zu höheren Fleischmengen hierzulande und setzen die Preise unter Druck. Die ASP-Fälle bei Hausschweinen führen unnötigerweise zu Verunsicherung. Preissteigernd wirkt sich lediglich das anhaltend niedrige Lebendangebot aus. Preissenkend hingegen wirken die schwache saisonale Inlandnachfrage, der Angebotsdruck im EU-Binnenfleischmarkt und der unzureichende Drittlandexport.
Rapssaatenmärkte zeigen sich wieder freundlicher

Angelehnt an die festeren Vorgaben des US-Sojakomplexes und der freundlicheren Rohölmärkte konnten die EU-Rapssaatfutures nach den deutlichen Vortagsverlusten am Dienstag wieder etwas zulegen. Der August-Kontrakt 2021 gewann an der Euronext 2,00 Euro/t und notierte zum Börsenschluss bei 535,00 Euro/t. Die nachfolgenden Futures kletterten zwischen 3,25 und 7,50 Euro/t nach oben. An den hiesigen Kassamärkten blieb es weitestgehend ruhig.

Diese Woche wird die Ernte wohl in vielen Regionen Deutschlands beginnen. Bleibt abzuwarten inwiefern das Wetter hilft bzw. die Ernte doch noch hinauszögert. In Winnipeg profitierten die Canola-Futures ebenfalls von den positiven CBoT-Daten und notierten entsprechend fester. Der Frontmonat November 2021 beendete die ICE-Sitzung bei 909,10 Can-$/t (+11,00).

US-Sojakomplex bleibt unterstützt

Der Sojabohnenmarkt hat nachdem schwachen Wochenstart gestern wieder zugelegt und bleibt weiter gestützt. An der Chicago Board of Trade gewann der Sojabohnen August-Kontrakt 15,50 US-Cent und schloss bei 1.443,75 US-Cent/bushel. Der Sojaschrot August-Kontrakt legte 5,70 US-$/short ton zu auf 365,50 US-$/short ton. Die Wettervorhersagen über trockeneres und heißes Wetter im Mittleren Westen der USA haben dem Markt gestern wieder Unterstützung gegeben. Im gestrigen NASS-Report bewertete das US-Landwirtschaftsministerium ca. 60 Prozent der Sojabestände mit gut bis exzellent. Damit haben sich die Sojabestände um einen Prozentpunkt zur Vorwoche verbessert.

Der Euro notiert am Mittwoch unter der Marke von 1,18 US-Dollar. Im frühen Handel kostet die Gemeinschaftswährung 1,1770 Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,1775 Dollar festgesetzt. Die Computerbörse tendiert heute Morgen uneinheitlich.


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