Stopp des Rindfleischexports nur zum Teil aufgehoben

Argentinien hat das vor einem Monat verhängte Rindfleischexportverbot jetzt nur zum Teil wieder aufgehoben. Laut einem Erlass, der heute im offiziellen Amtsblatt erschienen und damit in Kraft getreten ist, wird Argentinien bis Ende dieses Jahres keine Schlachtkörperhälften, Hinterviertel, Braten-, Schulter- und Karreestücke sowie Wurst vom Rind ins Ausland liefern. Der Export der übrigen Rindfleischstücke wird begrenzt, und zwar auf 50 % der durchschnittlichen Monatsmenge an insgesamt exportiertem Rindfleisch im Zeitraum Juli bis Dezember 2020.

Die Ausfuhrbegrenzung gilt dem Dekret zufolge zunächst bis Ende August. Dann soll eine Verlängerung bis zum 31. Dezember möglich sein. Für Ausfuhren in Rahmen von Zollkontingenten wie die sogenannte Hilton-Quote der EU soll die Mengenbegrenzung nicht gelten. Wie aus dem Dekret außerdem hervorgeht, werden an die einzelnen Fleischexporteure Ausfuhrquoten vergeben, die sich an ihrem Marktanteil im vorigen Jahr orientieren sollen. Zur Überwachung der neuen Vorgaben wird eine "Koordinierungsstelle für den Fleischsektor" eingerichtet.

Schließlich will die Regierung laut dem Dekret kurzfristig ein Programm zur Stimulierung der Rindfleischproduktion erarbeiten. Es gehe darum, die heimische Lebensmittelversorgung zu sichern. Bei einer zuletzt stagnierenden Produktion sei der Rindfleischexport in den vergangenen Monaten nahezu explodiert. Das habe zu einer knappen Versorgung des heimischen Marktes und rasant gestiegenen Preisen geführt. Das sei deshalb besonders problematisch, weil Fleischprodukte für die menschliche Ernährung "unentbehrlich" seien. AgE


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