Getreide und Ölsaaten

Beim gestrigen Handel konnten sich die Weizenfutures mit kleineren Gewinnen aus dem Handel verabschieden. Der Frontmonat legte 2,50 Euro/Tonne zu. In Frankreich haben die Analysten ihre Bestandsbewertung um 1 % nach oben auf 80 % mit gut bis exzellent korrigiert. In der EU wird mit einer Weizenproduktion von 126,2 Mio. Tonnen gerechnet. Das entspricht gegenüber der vorherigen Schätzung einem Plus von 1,4 Mio. Tonnen. In Chicago stand gestern aufgrund eines Feiertages die Börse still.
Aktuell handelt die eCBoT mit kräftigen Aufschlägen. Vor dem Wochenende notierten die Kontrakte Verluste. Besonders die kommende Kältefront in den USA treibt aktuell die Bullen an. Viele Marktteilnehmer befürchten, dass es zu Frostschäden kommen könnte und sorgen sich um die Bestände. Saudi-Arabien hat auf dem Weltmarkt weniger Weizen gekauft als geplant. Statt 720.000 Tonnen wurden 562.000 Tonnen geordert zu einem durchschnittlichen Preis von 299,55 $ US-Dollar/Tonne.

Auf dieser Seite des Pazifiks zeigten sich die Mais-Futures am Freitag uneinheitlich. Die vorderen Termine notierten leichte Gewinne, die hinteren gaben im Verlauf des Handels nach. Trotz der geschlossenen Börse in Chicago setzten sich zum Wochenstart die grünen Vorzeichen durch. In Chicago konnten die Maiskontrakte ihre Gewinne am Freitag nicht behaupten und rutschten zum Börsenschluss in den roten Bereich.

Aktuell handelt die eCBoT nach der gestrigen Handelspause wieder fester. Zum einem stützt die hohe Nachfrage aus dem Reich der Mitte die Kurse, zum anderen treiben auch hier die Wettersorgen die Futures weiter nach oben. Das USDA bestätigte, dass sich die Maisvorverträge auf insgesamt 5,6 Mio. Tonnen summiert haben. Damit haben sich die Gerüchte über mögliche Stornierungen bisher nicht bewahrheitet. In Brasilien rechnen die Analysten von Safras und Mercado mit einer kleineren Ernte von 95,2 Mio. Tonnen und liegt somit 8,5 % unter der vorherigen Schätzung. Die argentinische Ernte schreitet derweil weiter voran. Nach jüngsten Daten der Getreidebörse wurden bisher rund knappe 31 % der Flächen geerntet.

Nachdem Raps an der Matif/Euronext am Freitag keine einheitliche Richtung fand gaben die Kontrakte beim gestrigen Handel einheitlich nach und verabschiedeten sich mit Verlusten aus dem Handel. In Deutschland haben die kühlen Temperaturen dafür gesorgt, dass die Rapsbestände weiterhin ca. zwei Wochen hinter der Entwicklung aus dem Vorjahr zurück liegen.

In Winnipeg startet die Börse ohne die Impulse der CBoT verhalten in die neue Handelswoche. Die Canola-Kontrakte traten auf der Stelle. Nach den Verlusten in der letzten Woche entwickeln sich die Sojakurse nach der gestrigen Handelspause an der CBoT aktuell wieder fester. Sorge bereitet vielen Händlern in Argentinien der niedrige Wasserpegel im Parana-Fluss, der zu den wichtigsten Transportwegen zählt. Durch den knappen Stand können die Schiffe nicht mehr unter Volllast fahren, was wiederum zu Verzögerung und steigenden Kosten führen könnte.

Mit Spannung wird der Report zur Ölsaatenverarbeitung in dieser Woche erwartet. Marktteilnehmer rechnen mit einer Menge von 4,66 Mio. Tonnen. Das entspricht einem Minus von 6,7 % gegenüber dem Ergebnis aus April. In Argentinien hat der Erntefortschritt 91 % erreicht. Erzeuger berichten, dass die bisherigen Erträge besser aussehen als erwartet, sodass die Prognose um 1,2 % nach oben auf 43,5 Mio. Tonnen korrigiert wurde. In Indien soll die Soja-Anbaufläche um bis zu 12 % ausgeweitet werden. Die Ernte im vergangenen Jahr summierte sich auf 10,4 Mio. Tonnen. In Russland wurde die Exportsteuer für die Ölsaat wieder reduziert, um dem heimischen Handel wieder zu stärken. Damit liegt die Versteuerung bei knappen 20 %.


© 2021 RWG Rheinland eG
Kontakt: info@rwg-r.de - Datenschutz
Durch die Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr erfahren
OK