Knappes Schweineangebot lässt VEZG-Preis deutlich steigen

Am deutschen Schlachtschweinemarkt ist das Lebendangebot weiter rückläufig. Obwohl wegen Pfingsten ein Schlachttag fehlt, lassen sich schlachtreife Tiere zügig vermarkten. Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) setzte deshalb heute ihre Leitnotierung um 8 Cent auf 1,54 Euro/kg Schlachtgewicht (SG) herauf, nachdem es eine Woche zuvor bereits um 4 Cent nach oben gegangen war. Das vergleichsweise überschaubare Angebot spiegele die zuvor geringeren Ferkelimporte und die Betriebsaufgaben von Sauenhaltern wider, erläuterten Analysten.
Am Fleischmarkt ist die Nachfrage weiter nicht so zügig, wie es sich die Fleischverkäufer für diese Jahreszeit gewünscht hätten. Insbesondere das unbeständige und kühle Wetter bringt die Grillsaison nicht richtig in Schwung. Positiv wurde aber von Marktteilnehmern berichtet, dass die langsame Öffnung im Gastronomiebereich die Nachfrage in diesem Segment wieder zunehmen lasse, zumal die vormals leeren Bestände gefüllt werden müssten. Allerdings dürften die Absatzmengen im Vergleich zur Situation vor der Corona-Pandemie noch recht gering sein, da größere Veranstaltungen weiterhin verboten seien.

In anderen Ländern der Europäischen Union werden die Schlachtschweinepreise im weiteren Wochenverlauf ebenfalls fester tendieren. In Spanien rechnet man am Mercolleida mit einem morgigen Notierungsplus von 2 Cent bis 3 Cent/kg Lebendgewicht (LG). Dort ist das Lebendangebot für die Nachfrage ebenfalls knapp bemessen und wird saisonal in Richtung Sommer immer kleiner ausfallen. Auch in Belgien hat sich die Marktsituation verbessert; die dortigen Schlachtschweinepreise könnten laut Vorausschau um 4 Cent/kg LG zulegen. In Italien wird von einer anziehenden Grillfleischnachfrage und einem abnehmenden Lebendangebot berichtet, was die Notierung zwischen 2 Cent bis 3 Cent/kg LG steigen lassen soll. Für Frankreich wird hingegen bei recht ausgeglichenen Verhältnissen allenfalls ein kleines Preisplus erwartet. AgE


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