Milch und Getreide

Die Vorzeichen stehen weiterhin positiv. Die ersten Molkereien erhöhen ihre Grundpreise. Konkurrenz aus den USA und eine nachlassende Exportnachfrage bei Butter und Käse drücken jedoch auf die Stimmung. Die Fettseite scheint vorerst ihre Preisspitze gefunden zu haben, auf der Eiweißseite ist der positive Trend intakt,.
Bullish Factors
- MMP-Nachfrage - Spargelsaison belebt Butternachfrage - reduziertes Rohstoffaufkommen

Bearish Factors
- saisontypische Erhöhung Rohstoffaufkommen - Corona-Lockerungen unterschiedlich - Verhaltende Gastronachfrage - Exportnachfrage durch US-Konkurrenz ruhiger



Eine erneut turbulente Woche an den Warenterminmärkten liegt hinter uns. Am Montagnachmittag brachen die Weizenkurse in Chicago und Paris massiv ein. Zum Handelsschluss lagen die Kurse der Matif über alle Termine ca. 6 bis 7,- Euro/to im Minus. Marktteilnehmer begründeten die Korrektur einerseits infolge Gewinnmitnahmen der Börsianer sowie andererseits mit einer längst überfälligen Gegenbewegung des insgesamt "überhitzten und künstlich aufgepauschten" Marktes.
Vielen Händler glaubten am Dienstag morgen, die höchsten Kurse beim Getreide vorerst gesehen zu haben und richteten Ihre Handelsstrategien neu aus. Mit Börsenstart am Dienstag wurden sie jedoch eines besseren belehrt. So schlossen die Notierungen in Paris am vergangenen Dienstag wieder mit gut +4,- Euro/to über dem Vortagsniveau. Im weiteren Wochenverlauf folgten zusätzliche Wertsteigerungen. Der physische Handel berichtete ebenfalls von einer belebten Woche. Früchte wie Roggen, Triticale und Gerste sind kaum noch zu bekommen. Die Handelstätigkeiten gingen hier gegen Null.
Der Fokus der letzten Tage lag dagegen verstärkt auf Mais. Hier wurden seitens der Verkäufer noch einige unverkaufte Mengen gezeigt. Da mit Blick auf die neue Ernte Weizen aktuell nicht billiger zu werden droht, verstärkte dies die Nachfrage der Mischfutterindustrie nach Mais für die Monate Juli / August. Marktteilnehmer in Mitteldeutschland berichteten von Kontraktabschlüssen auf dem Niveau von ca. 250,- Euro/to, was einem Preisanstieg von 10 bis 15,- Euro/to gegenüber der Vorwoche entspricht.


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