Maispreise ziehen weiter kräftig an

Die Maisfutures an den Börsen in Paris und Chicago haben sich in den vergangenen Tagen auf neue Mehrjahreshöchststände verteuert und dabei die Kurse für die Kontrakte auf Weizen mit nach oben gezogen. Der Matif-Maiskontrakt mit Fälligkeit im November 2021 wurde heute gegen 13.30 Uhr für 224 Euro/t gehandelt; auf diesem Niveau rangierte der Kurs zuletzt im Februar 2013. Für den Chicagoer Dezemberkontrakt wurden heute in der Spitze 6,38 $/bu (209 Euro/t) aufgerufen; das war der höchste Kurs seit Dezember 2012.
Analysten begründeten die feste Entwicklung unter anderem mit Trockenheit in wichtigen brasilianischen Maisanbaugebieten, die zu Ertragseinbußen bei der anstehenden "zweiten Ernte" im Juni führen dürften. Das Brokerhaus StoneX in São Paulo korrigierte seine betreffende Ernteprognose um fast 5 Mio t auf jetzt 72,7 Mio t nach unten. Die dem Agrarressort in Brasília zugeordnete Versorgungsgesellschaft Conab hatte im April mit einem Maisaufkommen im eigenen Land von 82,6 Mio t gerechnet; damit würde die Vorjahresmenge bereits um 2,4 Mio t verfehlt. In der Folge könnte sich die Nachfrage nach US-Ware vor allem aus China weiter intensivieren.

Unterdessen gerieten die Weizenkurse in den Aufwärtssog der Maisfutures. An der Matif wurde Dezemberweizen heute gegen 13.30 Uhr für 229,25 Euro/t gehandelt; das waren 10,50 Euro/t oder 4,8 % mehr als der Abrechnungskurs vom vergangenen Freitag. Damit rückte das Ende April markierte Mehrjahreshoch von 232,50 Euro/t wieder in Reichweite. Gleichzeitig verteuerte sich der Weizenkontrakt derselben Laufzeit in Chicago um 4,9 % auf 7,69 $/bu (234,60 Euro/t); das war dort der höchste Kurs seit Februar 2013. AgE


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