Schmidt tritt Diskussionen um seinen Rückzug entgegen

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt ist Diskussionen um seinen Rückzug von der CSU-Spitze entgegengetreten. Er werde „mit vollem Engagement auch in Zukunft die Linie der CSU in Berlin in die Bundesregierung einbringen“, erklärte Schmidt heute beim CSU-Parteitag in Nürnberg.

Zuvor hatte der bisherige stellvertretende CSU-Vorsitzende seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur für dieses Amt erklärt. Mit dieser Entscheidung vermied Schmidt, dass es zu einer Kampfabstimmung um die CSU-Vizeposten kommt. Für die fünf Stellvertreterämter hatte es bis dahin sechs Bewerbungen gegeben. Nach Schmidts Verzicht verbleiben die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml, die Bundestagsabgeordnete Dorothee Bär, die EU-Parlamentarier Manfred Weber und Angelika Weber sowie der Augsburger Bürgermeister Kurt Gribl.

Schmidt begründete seinen Verzicht mit der Notwendigkeit, vom Parteitag „ein Signal der Geschlossenheit zu senden“. Das Erfolgsrezept der CSU sei immer „eine starke Achse München, Berlin, Brüssel“ gewesen. Dafür sei es unerlässlich, dies im Parteipräsidium abzubilden. Die Landtagsfraktion und die bayerischen Minister spielten nicht nur im Hinblick auf die Landtagswahl im Herbst eine entscheidende Rolle.

Deswegen habe er sich entschlossen, nicht erneut als Stellvertreter des Parteivorsitzenden zu kandidieren, sondern, so Schmidt, „an anderer hervorgehobener Stelle mich in den Dienst der Sache zu stellen“. Der CSU-Politiker versicherte, er werde als Landesvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises der CSU und als Bundesminister auch weiterhin „eine wichtige Rolle innerhalb der CSU und des Parteivorstands spielen“. AgE


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