Milch und Ölsaaten

Milch An der EEX gaben die Preise für Magermilchpulver zum Beginn der Woche weiter nach. Das Handelsvolumen war zuletzt zurückgegangen. Insbesondere für das 1 Halbjahr 2023 fehlt es an Käufern, in den Monaten September bis Dezember stehen Käufer und Verkäufer relativ weit auseinander. Bei der Butter haben sich die Preise zuletzt uneinheitlich entwickelt. Mit den letzten Umsätzen am Freitag und auch am heutigen Montag zeigen sich für die kommenden Monate wieder etwas bessere Butterpreise. An den Kassamärkten in Europa zeigen sich überwiegend schwächere Tendenzen. Butter verlor auf Wochensicht 4 Euro/100 kg und wird von der EU-Kommission in der wöchentlichen Preisveröffentlichung mit 720 Euro je 100 Kilogramm angegeben. Auch Magermilchpulver büßt wiederholt ein und wird mit 389 Euro/dt (Vorwoche 393 Euro) notiert. Gouda war in der vergangenen Woche kräftig gestiegen, korrigiert nun jedoch wieder leicht. Gestiegen ist auch die Notierung für Vollmilchpulver von 501 Euro/100 kg in der Vorwoche auf aktuell 511 Euro.

Mit Blick auf die Verbraucherpreise zeigen sich zuletzt Stabilität. Im Vergleich zum Vorjahr müssen die Konsumenten jedoch deutlich tiefer in die Tasche greifen. Trinkmilch mit 3,5 % hat um fast 15 % zugelegt. Naturjoghurt mit 3,5 % Fett steig gegenüber dem Vorjahr um 12,4 % und junger Gouda am Stück um 16,7 %, in Scheiben sogar um 33,4 %.

Ölsaaten Die Notierungen für den europäischen Raps haben sich am Freitag von dem schwächeren Trend der letzten Tage gelöst und konnten die Vortagsverluste kompensieren. Der Augustkontrakt legte +9,75 auf 633,50 Euro/to zu und die späteren Termine konnten bis zu +7,50 Euro/to zulegen. Auch die Canolakurse erholten sich und der November-Future an der kanadischen Börse in Winnipeg legte +9,10 auf 802,40 Can-$/to zu. Die freundlicheren Vorgaben der US-Sojabohnen und der europäischen Rapssaat unterstützten die kanadischen Canolanotierungen. Die günstigen Erntebedingungen in Kanada begrenzten einen weiteren Anstieg. Die kanadische Regierungsbehörde hat seine Prognose zur Canolaernte 2022 um +0,45 auf 18,4 Mio. to angehoben (Vorjahr: knapp 12,6 Mio. to). Entsprechend sollen die Exporte gegenüber der letzten Saison um +3,85 Mio. to auf 9 Mio. to ansteigen. US-Sojakomplex: Die Sojabohnenkurse konnten vergangenen Freitag zulegen und schlossen stabiler. Der Sojabohnen November-Kontrakt gewann +14,25 US-Cent/bushel auf einen Endstand von 1.315,75 US-Cent/bushel. Die Sojaschrot Kontrakte mussten Federn lassen. Der Sojaschrot Oktober-Kontrakt verlor -3,50 US-$/short ton und ging bei 386,90 US-$/short ton aus der Handelssitzung. Der Internationale Getreiderat (IGC) hat seine Prognose für die Globale Sojabohnenernte gegenüber dem Vormonat um -4 Mio. to auf 386 Mio. to zurückgenommen und die weltweiten Bestände um -2 Mio. to auf 54 Mio. to gesenkt.


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