Regierung kauft gesamte Weizenernte des Landes auf

Da sie offenbar nicht von einer Normalisierung der Welternährungslage ausgeht, hat die Regierung von Slowenien ein umfangreiches Aufkaufprogramm für den im Land angebauten Weizen angekündigt. Wie das Nachrichtenmagazin "Euractiv" zuerst berichtete, wird die staatliche Agentur für Rohstoffreserven in der Ernte sämtlichen slowenischen Weizen ankaufen. In den vergangenen Jahren hatte die Weizenerzeugung in dem kleinen EU-Mitgliedsstaat um 160 000 t geschwankt. Zudem wurde ein Finanzpaket von 22,0 Mio Euro geschnürt, um die heimischen Landwirte beim Kauf von Kraftstoff, Dünger und weiteren Betriebsmitteln zu unterstützen.
Sloweniens Ministerpräsident Robert Golob begründete die Maßnahmen mit der unsicheren internationalen Versorgungssituation bei Agrarprodukten. Es sei absehbar, dass "wir keinen normalen Winter vor uns haben". Deshalb gehe man bewusst mit größeren Rohstoffreserven in die kommenden Monate. Zudem ziehe die Regierung es vor, das Getreide jetzt direkt bei den Bauern zu kaufen, statt später zu höheren Preisen bei den Händlern.

Laut "Euractiv" hat das Landwirtschaftsministerium in Ljubljana darüber hinaus die Überwachung der Ladenpreise von 15 Lebensmitteln angekündigt. Golob will dies nicht als Regulierung verstanden wissen. Vielmehr werde die Regierung dafür sorgen, dass die Verbraucherpreise transparent und vergleichbar seien. AgE


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